Archive for February, 2009

Politiker mit Mandarinkenntnissen

Die Nachfolgerin von Hillary Clinton im US-Senat für den Bundesstaat New York spricht immer noch leidlich fließend Mandarin: Kristen Gillebrand, damals noch als Tina Rutnik bekannt, studierte 1986 ein halbes Jahr in Peking, China, und Taichung, Taiwan. Sie verwendete damals den chinesischen Namen Lù Tiānnà 陸天娜. In einem Artikel von der New York Times wird berichtet, daß sie nicht nur die Grußformeln beherrscht, um mit dem mandarinsprachigen Teil ihres Wahlvolkes in Kontakt zu treten, sondern sie konnte laut Auskunft von verschiedenen chinesischstämmigen Reportern auch auf chinesisch Interviewfragen beantworten. Das ist doch sehr beeindruckend. Im US-Kongreß gibt es ansonsten keinen Politiker mit Chinesischkenntnissen, mit Ausnahme eines Abgeordneten, der aus Taiwan stammt, aber der zählt natürlich nicht.

Ansonsten gibt es natürlich noch einen weiteren Politiker in der westlichen Welt, der mit seinen Chinesischkenntnissen für Furore gesorgt hat, und zwar den neuen australischen Premierminister Kevin Rudd, der 1980 in Taipei studierte, und später in den 80ern als Diplomat mehrere Jahre in Peking tätig war. Dessen chinesischer Name ist Lù Kèwén 陸克文, witzigerweise derselbe Familienname wie von Kirsten Gillebrand. Kevin Rudd hat schon Ansprachen zum chinesischen Neujahr auf chinesisch gehalten, wie z.B. untenstehendes Youtube-Video zeigt. Wobei er im untenstehenden Video auch in der Lage war, nach der Ansprache, die er sehr wohl auswendig gelernt haben könnte, die Fragen des chinesischen Moderators zu politischen und wirtschaftlichen Fragen im Fernsehen zu beantworten! 好厲害!

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