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Wahlnachlese

Kommt jetzt ein wenig spät, aber ein paar Links noch zur US-Wahl:

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Hochgeschwindigkeitszug in Kalifornien

Bei der Wahl am 4. November haben die Wähler in Kalifornien auch die Finanzierung eines Hochgeschwindigkeitszuges von Anaheim (im Süden von Los Angeles, dort, wo Disneyland ist) bis San Francisco beschlossen (vielen Dank an Y.H. für den Link zum Zeitungsartikel!). Mehr Informationen gibt es auf dieser offiziellen Seite, und es gibt auch ein Blog, das sich dieser Sache verschrieben hat. Unten noch ein Promotionsvideo von der High-Speed Rail Authority:

Ich konnte keine weiteren technischen Details in Erfahrung bringen, dies kann aber auch daran liegen, daß es noch zu früh ist für derlei Details. Ich finde aber, das Foto im Zeitungsartikel erinnert ein wenig an die neueste Serie des japanischen Shinkansen. 

Bemerkenswert, daß Kalifornien trotz einer substantiellen Haushaltskrise in der Lage ist, ein solches Projekt per Staatsanleihe zu finanzieren. Vor vielen Jahren fuhr ich die Strecke von Los Angeles von Santa Barbara, was man mit dem Auto in einer guten Stunde fahren kann (wenn man gut aus der Stadt rauskommt), fast vier Stunden mit dem Amtrak… so ist das wahrlich keine Konkurrenz zum Auto, ein solches Projekt wäre daher  verkehrspolitisch sicherlich sehr sinnvoll.

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Bellwether states

Bei den Präsidentschaftswahlen gibt es einige Bundesstaaten, die als Bellwether States bezeichnet werden, d.h. Bundesstaaten, die bei jeder Wahl zuverlässig für den letztlich siegreichen Kandidaten gestimmt haben. Der in dieser Hinsicht bekannteste Bundesstaat ist Missouri, nach dem auch das sprichwörtliche Missouri Bellwether benannt ist. Seit 1904 hatte dieser Bundesstaat mit einer Ausnahme im Jahre 1956, die darin begründet war, daß der letztlich unterlegene Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Adlai Stevenson, aus dem Nachbarstaat Illinois stammte, konsistent für den Sieger gestimmt. Diese “Leistung” scheint jetzt Risse zu bekommen, denn noch immer sind die Stimmen von der Wahl vom 4. November in Missouri nicht zertifiziert worden. Die Wahl ist natürlich längst entschieden, aber man zittert nun in Missouri um den Bellwether-Status: hier ein Artikel in der Times of London, und hier bei National Public Radio. Als Rivale steht nun Ohio bereit, welches seit 1896 mit zwei Ausnahmen 1944 und 1960 für den siegreichen Kandidaten gestimmt hat. Ohio hat außerdem die weitere Besonderheit, daß kein republikanischer Kandidat seit 1896 die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat, ohne Ohio zu gewinnen. Wir erinnern uns, daß auch im Jahr 2004 beim Sieg von George W. Bush über John Kerry Ohio die Schlüsselrolle spielte. Laut Wikipedia gibt es zudem noch die folgenden Bellwether states:

  • Nevada, seit 1912, mit einer Ausnahme 1976
  • New Mexico, seit 1912 mit zwei Ausnahmen 1976 und 2000
  • Tennessee, seit 1928 mit zwei Ausnahmen 1960 und 2008
  • Delaware, seit 1952 mit zwei Ausnahmen 2000 und 2004

New Hampshire hatte bis 1992 eine Art Bellwether-Status für die Vorwahlen: bis dato hatten alle siegreichen Präsidentschaftskandidaten auch die Vorwahlen ihrer jeweiligen Partei in New Hampshire gewonnen, aber dieses Muster wurde 1992 von Bill Clinton, 2000 von George W. Bush und 2008 von Barack Obama durchbrochen. 

Weitere interessante Links rund um die US-Wahlen:

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Der 4. November 2008

Auch ich muß zugeben, daß ich ziemlich ergriffen war, als ich vom anderen Ende der Welt die beiden Reden live am Fernsehschirm mitverfolgen durfte. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich… 

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Störtebeker bei der New York Times

Ein Artikel über eine Verfilmung eines Störtebeker-Films und wie ein Pirat aus früheren Zeiten eine Verehrung erfährt, wie es heutige somalische Berufskollegen wohl kaum erfahren… In Norddeutschland kennen wir ja zu Genüge all die Geschichten, die sich um diese Figur ranken (auch hier nachzulesen), angefangen mit seinem Namen, der von seiner legendären Trinkfestigkeit herrühren soll (auf hochdeutsch “stürz den Becher”). In dem besagten Artikel kommen aber auch Experten zu Wort, die glauben, daß nicht nur die Legende um seine Hinrichtung (daß er kopflos an seinen Männern entlangging, um sie vor dem Henker zu schützen) nicht stimmt, sondern daß er überhaupt nicht hingerichtet worden sein soll, sondern später noch in Steuerverzeichnissen auftauchen soll. Überhaupt, und das sollte seinen heutigen Anhängern zu denken geben, die ihn als Robin Hood von der Ostsee verehren, soll er nicht nur Pirat, sondern auch Geschäftsmann gewesen sein…

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