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Obama macht Witze

Jedes Jahr hält die White House Correspondents’ Association (WHCA) ein festliches Diner zu Ehren des Präsidenten ab. Es ist das wichtigste soziale Ereignis in Washington, vom Stellenwert her vergleichbar mit den Oscarfeierlichkeiten in Los Angeles. Es hat sich die Angewohnheit herausgebildet, daß ein Künstler eine launige, meist komödiantische Rede hält, und auch der Präsident selbst mit einer Rede auftritt, mit der er sich selbst und die anwesenden Politiker und Journalisten auf die Schippe nimmt. Am 9. Mai 2009 fand im Washingtoner Hiltonhotel die erste solche Veranstaltung von Obamas Amtszeit statt.

Ich habe unten den Text seiner Rede, wie sie vom Weißen Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, wiedergegeben und jeweils die Witze und Andeutungen erläutert. Eine journalistisch bewertende Aufbereitung seiner Rede kann man auch hier finden.

Thank you. Thank you, everybody. Good evening. You know, I had an entire speech prepared for this wonderful occasion, but now that I’m here I think I’m going to try something a little different. Tonight I want to speak from the heart. I’m going to speak off the cuff. (Teleprompters rise.) (Laughter and applause.)

Bezieht sich darauf, daß Obama sich nach Meinung mancher Beobachter zu sehr auf Teleprompter verläßt.

Good evening. (Laughter.) Pause for laughter. (Laughter.) Wait a minute, this may not be working as well as I — (laughter.) Let me try that again.

Good evening, everybody. (Applause.) I would like to welcome you all to the 10-day anniversary of my first 100 days. (Laughter.) I am Barack Obama. Most of you covered me. All of you voted for me. (Laughter and applause.) Apologies to the Fox table. (Laughter.) They’re — where are they? I have to confess I really did not want to be here tonight, but I knew I had to come — just one more problem that I’ve inherited from George W. Bush. (Laughter.)

1. Daß die ersten 1o0 Tage seiner Amtszeit waren, hatte gerade die Nachrichten der letzten Tage dominiert. 2. Journalisten wird häufig unterstellt, daß sie links und überproportional den Demokraten nahe stünden, mit Ausnahme von Fox News. 3. Einige der Probleme, die Obama von Bush übernommen hat, sind die zwei Kriege im Irak und in Afghanistan sowie die Finanzkrise.

But now that I’m here, it’s great to be here. It’s great to see all of you. Michelle Obama is here, the First Lady of the United States. (Applause.) Hasn’t she been an outstanding First Lady? (Applause.) She’s even begun to bridge the differences that have divided us for so long, because no matter which party you belong to we can all agree that Michelle has the right to bare arms. (Laughter and applause.)

Daß die First Lady häufiger mal “Arm” zeigt, hat manchmal für Aufsehen gesorgt. Ansonsten ein Wortspiel auf “bear arms”, dem Recht vom Zweiten Verfassungszusatz, der es Amerikanern erlauben, Waffen zu tragen.

Now Sasha and Malia aren’t here tonight because they’re grounded. You can’t just take Air Force One on a joy ride to Manhattan. (Laughter.) I don’t care whose kids you are. (Laughter.) We’ve been setting some ground rules here. They’re starting to get a little carried away.

Letztens hatte ein schlecht koordinierter Tieflug vom Präsidentenflugzeug über Manhattan, allerdings ohne den Präsidenten an Bord, für Aufsehen gesorgt und zu extremen Irritationen beim Bürgermeister von New York, Mike Bloomberg geführt. Der Verantwortliche im Weißen Haus reichte daraufhin seinen Rücktritt ein.

Now, speaking — when I think about children obviously I think about Michelle and it reminds me that tomorrow is Mother’s Day. Happy Mother’s Day to all the mothers in the audience. (Applause.) I do have to say, though, that this is a tough holiday for Rahm Emanuel because he’s not used to saying the word “day” after “mother.” (Laughter.) That’s true. (Laughter.)

Rahm Emanuel, der Chief-of-staff des Weißen Hauses, wird eine Nähe zum kräftigen Ausdruck nachgesagt. Obama spielt hier auf ein Schimpfwort an, das Rahm besonders gern verwenden soll und das mit “mother..” beginnt.

David Axelrod is here. You know, David and I have been together for a long time. I can still remember — I got to sort of — I tear up a little bit when I think back to that day that I called Ax so many years ago and said, you and I can do wonderful things together. And he said to me the same thing that partners all across America are saying to one another right now: Let’s go to Iowa and make it official. (Laughter and applause.)

David Axelrod, einer der wichtigsten Politstrategen aus Chicago und einer der Väter des überwältigenden Wahlsieges von Obama. Iowa spielt zum einen darauf an, daß der Bundesstaat im Wahlzirkus eine besondere Rolle neben New Hampshire spielt, daß also Politikern aus anderen Bundesstaaten, die sich plötzlich dort blicken lassen, häufiger mal Ambitionen auf die Präsidentschaft nachgesagt werden. Wenn man dann soweit geht, ein Wahlkampfbüro dort zu eröffnen, dann ist es mehr als offiziell. Zum anderen bezieht es sich darauf, daß in Iowa gerade die Homosexuellenehe per Beschluß des Verfassungsgerichts eingeführt wurde. Iowas Heiratsgesetze haben keine Wohnsitzbeschränkung, es kann also jedes Paar dort seine Ehe schließen lassen.

Michael Steele is in the house tonight. (Applause.) Or as he would say, “in the heezy.” (Laughter.) What’s up? (Laughter.) Where is Michael? Michael, for the last time, the Republican Party does not qualify for a bailout. (Laughter.) Rush Limbaugh does not count as a troubled asset, I’m sorry. (Laughter.)

Michael Steele ist der erste Schwarze an der Spitze der Republikaner. heezy ist Slang für “Haus”. Rush Limbaugh ist ein notorischer Radiokommentator, der regelmäßig gegen Obama verbal wütet. Aufgrund des momentanen Führungsvakuums, das auch Michael Steele nicht auszufüllen vermag, wird Limbaugh, obwohl ohne offizielles amt, von vielen Konservativen als Führungspersönlichkeit der Republikaner gesehen. Viele Demokraten glauben jedoch, daß eine Fixierung auf Limbaugh der gegnerischen Partei eher schaden als nützen wird.

Dick Cheney was supposed to be here but he is very busy working on his memoirs, tentatively titled, “How to Shoot Friends and Interrogate People.” (Laughter.)

Das mit dem Schießen bezieht sich auf einen Zwischenfall bei einem Jagdausflug, bei der ein texanischer Rechtsanwalt versehentlich von Dick Cheney angeschossen wurde. Das mit dem Befragen bezieht sich auf die Verhörmethoden der amerikanischen Streitkräfte und Geheimndienste, die zur Zeit in der Diskussion stehen und für die Cheney in letzter Zeit vehement im Fernsehen Stellung bezogen hat.

You know, it’s been a whirlwind of activity these first hundred days. We’ve enacted a major economic recovery package, we passed a budget, we forged a new path in Iraq, and no President in history has ever named three Commerce Secretaries this quickly. (Laughter.) Which reminds me, if Judd Gregg is here, your business cards are ready now. (Laughter.)

Hier zählt Obama seine Erfolge auf. Das letzte allerdings ist ein selbstironischer Hinweis auf seine Schwierigkeiten, einen Handelsminister zu finden. Der erste Kandidat, Bill Richardson, Gouverneur von New Mexico und einstiger Rivale um die Nominierung der Demokraten, zog wegen Korruptionsvorwürfen seine Kandidatur zurück, während der zweite Kandidat, Judd Gregg, ein republikanischer Senator aus New Hampshire, nach anfänglicher Zusage aufgrund von unüberbrückbaren politischen Differenzen ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen wollte. Im dritten Anlauf wurde schließlich Gary Locke, ehemaliger Gouverneur von Washington, zum ersten chinesischstämmigen Handelsminister der USA ernannt.

On top of that, I’ve also reversed the ban on stem cell research, signed an expansion — (applause) — signed an expansion of the children’s health insurance. Just last week, Car and Driver named me auto executive of the year. (Laughter.) Something I’m very proud of.

Er zählt weiter seine Erfolge auf, bis auf das letzte. Seine Eingriffe in die Autoindustrie, weswegen unter anderem der Chef von GM, Rick Wagoner, gehen mußte, erfüllen ihn nicht mit Stolz. An anderer Stelle sagte er, daß er mit zwei Kriegen eigentlich schon genug zu tun hätte.

We’ve also begun to change the culture in Washington. We’ve even made the White House a place where people can learn and can grow. Just recently, Larry Summers asked if he could chair the White House Council on Women and Girls. (Laughter.) And I do appreciate that Larry is here tonight because it is seven hours past his bedtime. (Laughter.) Gibbs liked that one. (Laughter.)

Larry Summers ist Obamas Berater für Wirtschaftsfragen. Er war Ökonom an der vornehmen Harvard-Universität und wurde Rektor der Universität, mußte jedoch zurücktreten, nachdem er einen Feuersturm der Kritik entfacht hatte mit unbedachten Äußerungen darüber, ob Frauen genetisch in Naturwissenschaften und Mathematik weniger begabt seien. Ob Larry Summers wirklich so früh zu Bett geht, vermag ich nicht zu sagen, aber seinem Image als Bücherwurm (“nerd”) entspricht es allemal. Gibbs ist Obamas Pressesprecher.

In the last hundred days, we’ve also grown the Democratic Party by infusing it with new energy and bringing in fresh, young faces like Arlen Specter. (Laughter.) Now, Joe Biden rightly deserves a lot of credit for convincing Arlen to make the switch, but Secretary Clinton actually had a lot to do with it too. One day she just pulled him aside and she said, Arlen, you know what I always say — “if you can’t beat them, join them.” (Laughter.)

Arlen Specter, ein moderater republikanischer Senator aus Pennsylvania, lief angesichts großer Widerstände aus der republikanischen Partei zu seiner erneuten Kandidatur letztens zu den Demokraten über. Mit 79 Jahren ist er allerdings kein Jüngling mehr. Über Hillary Clintons Kandidatur zur Präsidentschaft, gefolgt von ihrer Berufung zur Außenministerin muß ich hier wohl nicht viele Worte verlieren.

Which brings me to another thing that’s changed in this new, warmer, fuzzier White House, and that’s my relationship with Hillary. You know, we had been rivals during the campaign, but these days we could not be closer. In fact, the second she got back from Mexico she pulled into a hug and gave me a big kiss. (Laughter.) Told me I’d better get down there myself. (Laughter.) Which I really appreciated. I mean, it was — it was nice. (Laughter.)

Dies bezieht sich natürlich auf ihre Rivalitäten in der Vergangenheit, als Obama und Clinton um die Nominierung der Demokraten stritten. Das mit Mexico bezieht sich auf die H1N1-Grippe, die in Mexiko ausbrach. Interessanterweise erkrankte ein Mitglied des mit der Absicherung des Präsidententrosses betrauten Secret Service bei der Rückkehr nach Washginton an besagter H1N1-Grippe. Niemand sonst aus der Delegation war betroffen.

And of course we’ve also begun to change America’s image in the world. We talked about this during this campaign and we’re starting to execute. We’ve renewed alliances with important partners and friends. If you look on the screen there, there I am with Japanese Prime Minister Taro Aso. There I am with Gordon Brown.

Taro Aso war der erste Regierungschef, der Obama in Washington traf. Beim Zusammentreffen mit Gordon Brown kam es zu einem halben Eklat, da die von Obama für Brown vorgesehen Geschenke als unzureichend angesehen wurden. In diesem Abschnitt erwähnt er zwar keine Geschenke, aber im darauf folgenden, daß es in der Diplomatie üblich sei, Geschenke zu geben und entgegenzunehmen.

But as I said during the campaign, we can’t just talk to our friends. As hard as it is, we also have to talk to our enemies, and I’ve begun to do exactly that. Take a look at the monitor there. (Laughter.) Now, let me be clear, just because he handed me a copy of Peter Pan does not mean that I’m going to read it — (laughter) — but it’s good diplomatic practice to just accept these gifts.

Nachdem er Photos von sich mit den zwei freundschaftlich gesinnten Staatschefs zum Besten gab, zeigte er ein weiteres, gestelltes Photo mit Captain Hook. Dieser Witz nimmt Bezug auf Obamas Wahlversprechen, auch mit Amerikas Feinden Gesprächsbereitschaft zu zeigen, wie z.B. mit dem Iran.

All this change hasn’t been easy. Change never is. So I’ve cut the tension by bringing a new friend to the White House. He’s warm, he’s cuddly, loyal, enthusiastic. You just have to keep him on a tight leash. Every once in a while he goes charging off in the wrong direction and gets himself into trouble. But enough about Joe Biden. (Laughter.)

Mit dem Einzug in das Weiße Haus machte Obama sein Versprechen gegenüber seinen Töchtern wahr, einen Hund anzuschaffen. Hier ist der Witz allerdings auf Kosten seinesd Vizes, der für sein loses Mundwerk bekannt ist, und sich und dem Präsidenten manchmal mit von der Sprachregelung abweichenden Äußerungen Schwierigkeiten bereitet.

All in all, we’re proud of the change we’ve brought to Washington in these first hundred days but we’ve got a lot of work left to do, as all of you know. So I’d like to talk a little bit about what my administration plans to achieve in the next hundred days.

During the second hundred days, we will design, build and open a library dedicated to my first hundred days. (Laughter.) It’s going to be big, folks. (Laughter.) In the next hundred days, I will learn to go off the prompter and Joe Biden will learn to stay on the prompter. (Laughter.)

Präsidenten richten nach Ende ihrer Amtszeit in der Regel eine Bibliothek ein, die nicht nur als Archiv für die Dokumente aus ihren Regierungsjahren dienen soll, sondern auch an ihre Präsidentschaft erinnern soll. Er nimmt außerdem wieder Bezug auf zwei bereits gemachte Witze: daß er sich zusehr auf Teleprompter verlasse, und daß sein Vize zu sehr vom Skript abweiche.

In the next hundred days, our bipartisan outreach will be so successful that even John Boehner will consider becoming a Democrat. After all, we have a lot in common. He is a person of color. (Laughter.) Although not a color that appears in the natural world. (Laughter.) What’s up, John? (Laughter.)

John Boehner ist der Oppositionsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus. Obamas Markenzeichen war es, auch das Gespräch mit dem politischen Gegner zu suchen, aber dies war bis jetzt nicht vom übermäßigen Erfolg gekrönt. Die Anspielung mit der Farbe bezieht sich auf John Boehners sonnengebrannte Bräune, die aber laut Kongreßmunkeleien nicht auf “natürliche Weise” entstanden sein soll. Eine Anspielung auf die Hautfarbe, die eben nur von einem schwarzen Präsidenten kommen kann.

In the next hundred days, I will meet with a leader who rules over millions with an iron fist, who owns the airwaves and uses his power to crush all who would challenge his authority at the ballot box. It’s good to see you, Mayor Bloomberg. (Laughter.)

Mike Bloomberg, Milliardär und Bürgermeister von New York, Besitzer eines finanziellen Informationsdienstes samt Fernsehkanal. Ursprünglich war in New York die Wiederwahl von Amtsträgern begrenzt, was Bloomberg in einem von politischen Gegnern scharf kritisierten Schachzug ändern ließ, um sich so eine dritte Amtszeit zu ermöglichen.

In the next hundred days, we will housetrain our dog, Bo, because the last thing Tim Geithner needs is someone else treating him like a fire hydrant. (Laughter.) In the next hundred days, I will strongly consider losing my cool. (Laughter.)

Jetzt kommt die Rede auf besagten Hund. Tim Geithner ist Obamas Finanzminister und als solcher hat er zahlreiche bail-outs ermöglicht, sich sozusagen als Feuerwehrmann der Nation betätigt. Der letzte Satz bezieht sich darauf, daß Obama bis jetzt in allen Situationen seine sprichwörtliche Ruhe bewahrt hat. Das hat ihm manchmal Kritik eingebracht von denjenigen, die ihm vorwerfen, den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben.

Finally, I believe that my next hundred days will be so successful I will be able to complete them in 72 days. (Laughter.) And on the 73rd day, I will rest. (Laughter.)

Obama hat den Ruf eines Überfliegers, und will seine zweiten 100 Tage in 72 Tagen abschließen. Der letzte Satz ist eine Anspielung auf die Schöpfungsgeschichte. Einige Republikaner spotten darüber, daß Obamas Anhänger ihm eine gottähnliche Verehrung entgegenzubringen scheinen.

I just — I want to end by saying a few words about the men and women in this room whose job it is to inform the public and pursue the truth. You know, we meet tonight at a moment of extraordinary challenge for this nation and for the world, but it’s also a time of real hardship for the field of journalism. And like so many other businesses in this global age, you’ve seen sweeping changes and technology and communications that lead to a sense of uncertainty and anxiety about what the future will hold.

Die letzten Absätze sollen dem Ego der Journalisten schmeicheln und sie ihrer wichtigen Rolle versichern, die sie im politischen Gefüge spielen. Die Zeitungskrise hat auch die USA voll erfaßt, viele Zeitungen entlassen und manche schließen sogar, es sind Worte, die sicherlich gut ankommen bei den Betroffenen. (Der unten nochmals erwähnte Gibbs ist Obamas Pressesprecher.)

Across the country, there are extraordinary, hardworking journalists who have lost their jobs in recent days, recent weeks, recent months. And I know that each newspaper and media outlet is wrestling with how to respond to these changes, and some are struggling simply to stay open. And it won’t be easy. Not every ending will be a happy one.

But it’s also true that your ultimate success as an industry is essential to the success of our democracy. It’s what makes this thing work. You know, Thomas Jefferson once said that if he had the choice between a government without newspapers, or newspapers without a government, he would not hesitate to choose the latter.

Clearly, Thomas Jefferson never had cable news to contend with — (laughter) — but his central point remains: A government without newspapers, a government without a tough and vibrant media of all sorts, is not an option for the United States of America. (Applause.)

So I may not — I may not agree with everything you write or report. I may even complain, or more likely Gibbs will complain, from time to time about how you do your jobs, but I do so with the knowledge that when you are at your best, then you help me be at my best. You help all of us who serve at the pleasure of the American people do our jobs better by holding us accountable, by demanding honesty, by preventing us from taking shortcuts and falling into easy political games that people are so desperately weary of.

And that kind of reporting is worth preserving — not just for your sake, but for the public’s. We count on you to help us make sense of a complex world and tell the stories of our lives the way they happen, and we look for you for truth, even if it’s always an approximation, even if — (laughter.)

This is a season of renewal and reinvention. That is what government must learn to do, that’s what businesses must learn to do, and that’s what journalism is in the process of doing. And when I look out at this room and think about the dedicated men and women whose questions I’ve answered over the last few years, I know that for all the challenges this industry faces, it’s not short on talent or creativity or passion or commitment. It’s not short of young people who are eager to break news or the not-so-young who still manage to ask the tough ones time and time again. These qualities alone will not solve all your problems, but they certainly prove that the problems are worth solving. And that is a good place as any to begin.

So I offer you my thanks, I offer you my support, and I look forward to working with you and answering to you and the American people as we seek a more perfect union in the months and years ahead.

Thank you very much, everybody. Thank you. (Applause.)

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Neues Wort: Gemerkelage

Bei einer politischen Diskussion neulich kamen wir darauf, daß es Leute geben mag, die die außenpolitischen Leistungen unserer Frau Bundeskanzlerin zu würdigen wissen, aber mit ihrer Innenpolitik nicht ganz so zufrieden sind, und vielmehr der Meinung sind, daß die Große Koalition unter der Leitung von Frau Merkel sich nur so durchgewurschtelt hat. Um dies zu beschreiben, kam mir eine schöne Wortschöpfung in den Sinn: Gemerkelage, ein blend aus Gemengelage und Merkel. Google findet nichts unter diesem Suchbegriff, also melde ich hiermit den Anspruch an, dieses Wort geprägt zu haben.

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Politiker mit Mandarinkenntnissen

Die Nachfolgerin von Hillary Clinton im US-Senat für den Bundesstaat New York spricht immer noch leidlich fließend Mandarin: Kristen Gillebrand, damals noch als Tina Rutnik bekannt, studierte 1986 ein halbes Jahr in Peking, China, und Taichung, Taiwan. Sie verwendete damals den chinesischen Namen Lù Tiānnà 陸天娜. In einem Artikel von der New York Times wird berichtet, daß sie nicht nur die Grußformeln beherrscht, um mit dem mandarinsprachigen Teil ihres Wahlvolkes in Kontakt zu treten, sondern sie konnte laut Auskunft von verschiedenen chinesischstämmigen Reportern auch auf chinesisch Interviewfragen beantworten. Das ist doch sehr beeindruckend. Im US-Kongreß gibt es ansonsten keinen Politiker mit Chinesischkenntnissen, mit Ausnahme eines Abgeordneten, der aus Taiwan stammt, aber der zählt natürlich nicht.

Ansonsten gibt es natürlich noch einen weiteren Politiker in der westlichen Welt, der mit seinen Chinesischkenntnissen für Furore gesorgt hat, und zwar den neuen australischen Premierminister Kevin Rudd, der 1980 in Taipei studierte, und später in den 80ern als Diplomat mehrere Jahre in Peking tätig war. Dessen chinesischer Name ist Lù Kèwén 陸克文, witzigerweise derselbe Familienname wie von Kirsten Gillebrand. Kevin Rudd hat schon Ansprachen zum chinesischen Neujahr auf chinesisch gehalten, wie z.B. untenstehendes Youtube-Video zeigt. Wobei er im untenstehenden Video auch in der Lage war, nach der Ansprache, die er sehr wohl auswendig gelernt haben könnte, die Fragen des chinesischen Moderators zu politischen und wirtschaftlichen Fragen im Fernsehen zu beantworten! 好厲害!

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Die Produkte von morgen

Zwei Produkte, die es noch nicht gibt: ein tolles Handy, das ich gern hätte, das Pomegranate, und einen Laptop, den ich nicht wirklich brauchen würde…

Noch mehr Infos zum Telefon gibt’s hier

(Und hier noch der Hinweis mit der Holzhandlung: www.theonion.com)

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Obama’s people

Die New York Times hat widmet ihre heutige Sonntagsausgabe der bevorstehenden Inauguration Barack Obamas als nächster Präsident der Vereinigten Staaten. Das Sonntagsmagazin beteiligt sich dabei mit einer Bilderserie von 52 Schlüsselfiguren, die an der Obama-Administration beteiligt sein werden, sei es als Mitarbeiter, oder als wichtige Verbündete im Kongreß oder anderswo. Die Liste folgt hier ohne weiteren Kommentar.

  1. Rahm Emanuel, White House Chief of Staff
  2. Susan E. Rice, United Nations Ambassador-Designate
  3. Lawrence H. Summers, National Economic Council Director
  4. Christina D. Romer, Council of Economic Advisers Chairwoman
  5. Eugene Kang, Special Assistant to the President
  6. Joseph R. Biden Jr., Vice President-Elect
  7. Representative Nancy Pelosi, Speaker of the House
  8. Senator Robert P. Casey Jr.
  9. Samantha Power, Adviser
  10. Patrick Gaspard, Politcal Affairs Director
  11. Marvin Nicholson, White House Trip Director
  12. Reggie Love, Personal Aide to the President
  13. Ellen Moran, Communications Director
  14. Tom Daschle, Health and Human Services Secretary-Designate
  15. David Axelrod, Senior Adviser
  16. Valerie Jarrett, Senior Adviser
  17. Robert Gibbs, Press Secretary
  18. Hillary Rodham Clinton, Secretary of State-Designate
  19. Jackie Norris, Michelle Obama’s Chief of Staff
  20. Pete Rouse, Senior Adviser
  21. Janet Napolitano, Homeland Security Secretary-Designate
  22. Representative James E. Clyburn, Majority Whip
  23. Cass Sunstein, Information and Regulatory Affairs Administrator
  24. Denis McDonough, Senior Foreign Policy Aide
  25. Mark W. Lippert, National Security Council Chief of Staff
  26. Gen. James L. Jones, National Security Adviser
  27. Desirée Rogers, White House Social Secretary
  28. Representative Artur Davis
  29. Peter R. Orszag, Office of Management and Budget Director-Designate
  30. Senator Richard J. Durbin, Majority Whip
  31. Cecilia Muñoz, Intergovernmental Affairs Director
  32. Gregory B. Craig, White House Counsel
  33. Eric H. Holder Jr., Attorney General-Designate
  34. Carol M. Browner, Energy and Climate Policy Coordinator
  35. Mona Stephen, Deputy White House Chief of Staff
  36. Timothy F. Geithner, Treasury Secretary-Designate
  37. Ken Salazar, Interior Secretary-Designate
  38. Robert M. Gates, Defense Secretary
  39. Senator Claire McCaskill
  40. John D. Podesta, Adviser
  41. Jim Messina, Deputy White House Chief of Staff
  42. Steven Chu, Energy Secretaty-Designate
  43. Gen. Eric K. Shinseki, Veterans Affairs Secretary-Designate
  44. Alyssa Mastromonaco, White House Scheduling and Advance Director
  45. Senator Harry Reid, Majority Leader
  46. Senator Jack Reed
  47. Hilda L. Solis, Labor Secretary-Designate
  48. Daniel Pfeiffer, Deputy Communications Director
  49. Robert Bauer, President’s Personal Lawyer
  50. Mike Strautmanis, Intergovernmental Relations Director
  51. John Favreau, Speechwriting Director
  52. Melody C. Barnes, Domestic Policy Council  Director

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